Buchvorstellung „Kristallseelen“ anlässlich einer Facebook-Buch-Party von Ireen Bow („Nebelring – Die Erinnerung der Unsterblichen“)

Liebe Partygäste,

Ireen Bow hat mich eingeladen, meinen Fantasyroman „Kristallseelen“ vorzustellen, wofür ich ihr meinen Dank aussprechen möchte. Zunächst bringe ich euch die wichtigsten Protagonisten etwas näher, eine Beschreibung der Figur plus Zitat*** aus einem Kapitel.

zuhause Kristallbuch 004

 

 

Der erste Protagonist, dem ihr im Buch „Kristallseelen“ begegnen werdet, ist Bolda, ein Jugendlicher, der gerade auf dem Heimweg ist. Der Weg zum Kleindorf, wo seine Familie lebt, ist staubig und trostlos. Genauso empfindet er sein Leben.

 

 

 

 

 

BOLDA

Dieser Junge ist Sohn eines Köhlers. Er trägt ein schweres Los. Seit sein Vater tot ist, muss er die Kohlenmeiler alleine bauen und bewachen. Die Arbeit ist schwer, er verbringt viele Tage allein im Wald. Seine angeborene Wirbelsäulenverkrümmung bereitet ihm Schmerzen; auch die Last, für Mutter und Schwester sorgen zu müssen, bereitet ihm viele Stunden des Grübelns. Er ist ein Außenseiter. Im Großdorf, wo die etwas besser gestellten Nachbarn leben, wird er von Gleichaltrigen meist verspottet. Und doch träumt er von einer besseren Zukunft für sich.

 

*** Manchmal, wenn ihm die Arbeit mit dem Vater zuwider war, malte er sich aus, wie er mit den Fahrenden durchbrannte, sich von ihnen mitziehen ließ in ein abenteuerliches, freies, wildes Leben. Er stellte sich vor, dass sie in ihm, in Bolda dem Köhlersohn, etwas sahen, was normale Leute nicht sahen: Etwas Besonderes. Ja, wusste man es denn, ob man nicht doch einen Schatz in sich trug? Einer, der nur entdeckt und nach oben gezerrt werden musste, aus den Niederungen des Alltags?

Er hätte es wissen müssen. Glück war nicht für einen wie ihn bestimmt.

 

GUNNI

Dieses Mädchen aus dem Großdorf, rundlich und fröhlich, mag Bolda und seine jüngere Schwester Amareile sehr. Sie wird noch eine wichtige Rolle für beide spielen. Sie ist Teil der Großdorfgemeinschaft und lebt bei ihrer Tante, die einige Ziegen ihr Eigen nennt.

 

*** Heute hatte Erda es besonders arg getrieben, als Bolda am Dorfbrunnen kurze Rast einlegte, um Wasser zu trinken. Einige Mädchen des Großdorfes hatten sich dort versammelt, um anschließend gemeinsam zum Fluss zu gehen. Sie trugen Körbe mit schmutziger Wäsche.

„Bolda“, hatte Erda gesäuselt, „wohin des Wegs? Willst du deine Angebetete mit deinem Duft nach Schweiß und Holzkohle betören? Oder singst du ihr ein Liedchen vor?“

Sie wandte sich mit einem süffisanten Lächeln an das Mädchen, das als einzige barfuß ging.

„Gunni, sag, was treibt ihr so des Nachts im Heu? Fährt er mit seinen schwarzen Fingern über deine weißen Brüste?“

Das rundliche Mädchen senkte erst verschämt den Blick zu Boden. Dann aber straffte sie ihre Schultern und starrte Erda frech in die Augen.

„Ganz sicher treiben wir was Besseres als du und dein Hohlkopf von Liebhaber.“

Dann zwinkerte sie Bolda aufmunternd zu, packte ihre Schmutzwäsche und ging hüftenschwingend Richtung Fluss. Die anderen Mädchen liefen ihr kichernd und schwatzend hinterher, und Erda hatte das Nachsehen.

 

 

AMAREILE

Die jüngere Schwester von Bolda. Ein tapferes Mädchen, dass Fischreusen baut, um für die Familie Nahrung zu beschaffen, obwohl die Burgherren das Fischen im Fluss verboten haben. Sie hat keine Ahnung, wie sehr ihr Schicksal mit dem des Landes verwoben ist.

 

*** Amareile rutschte die Uferböschung hinab, kühlte ihre Füße im Fluss. Vier Buntflossen zappelten in den Reusen, doch sie wollte noch nicht nach Hause, wo eine Menge Arbeit auf sie wartete. Ein wohltuender, leichter Wind kam auf und brachte weiße Wolkenfetzen mit sich. Die alte Ziegen-Dorla aus der schiefen Hütte hatte einen Wetterumschwung angekündigt, erinnerte sich Amareile, und lauschte dem vergnügten Geplapper der Wäscherinnen hinter der Flussbiegung, das der Wind zu ihr trug. Sie überlegte, sich der Gruppe anzuschließen, ein wenig Tratsch und Klatsch wäre ihr ganz recht. Die Fische konnten warten. Deren Schicksal war besiegelt, ohne Wenn und Aber. Plötzlich verstummte das Gelächter, machte einer unheilvollen Stille Platz.

 

ALRUN

Heilerin auf der Schwarzburg. Eine ältliche, rundliche Frau. Tochter der Lichtgöttin, sozusagen. Einst verdiente sie ihren Lebensunterhalt als Rattenfängerin. Bis sie das große Glück hatte, auf die Schwarzburg zu gelangen, wo sie von Daranta, der Heilerin, als Schülerin angenommen wurde. Sie ist das wichtigste Fädchen im Gewebe des Schicksals. Opfermut, Hingabe, Loyalität und Gewitztheit – das sind die Eigenschaften, die sie auszeichnen.

 

*** Ein Laib Brot und zwei Käse, mehr braucht es nicht, um einen Tyrannen zu stürzen, dachte Alrun und stöhnte leise, als sie ihre Position etwas veränderte. Sie lehnte am Stamm einer Trauerweide und hätte gern gekichert, weil sie es liebte, fröhlich zu sein, aber dafür war der Schmerz zu stark.

Die alte Heilerin blinzelte und wischte sich den kalten Schweiß von der Stirn. Ihr Atem wurde immer flacher. Sie hatte nicht mehr viel Zeit. Mit einer gewaltigen Kraftanstrengung zog sie sich an den tiefhängenden Zweigen des Baumes hoch. Ihr war schwindelig. Blut rann ihr heiß den Rücken herunter.

Ein Laib Brot, zwei Käse und ein Leben.

Ihres.

 

 

DIE ZWILLINGSPRINZEN

Einer herrscht, einer dient. In der kostenlosen Vorgeschichte „Sternfall“ sind sie Knaben, kleine Tunichtgute. Im Roman sind sie Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer herrscht auf grausame Weise, der andere Zwilling verbirgt sich im Untergrund. Er plant, das Volk von der Tyrannei zu befreien, doch er kann es nicht allein schaffen. Wer hilft ihm, dem Einarmigen, das Schwert der Freiheit zu schwingen?

 

***Hierzu gibt es keine Leseprobe, das würde zu sehr spoilern

 

ANDRO

Ein Ziegenhirte, der im Verbotenen Wald einem faszinierenden Mädchen begegnet. Und ja, wie sollte es anders sein? Sein Schicksal kommt dann so richtig ins Rollen, nachdem er Faheeli kennengelernt hat.

 

*** Diesmal ist Vater einfach zu weit gegangen. Missmutig trieb der junge Ziegenhirte seine Herde in den Holderforst, in dem angeblich böse Geister ihr Unwesen trieben. Jetzt erst recht, dachte er trotzig. Er hatte wirklich keine Lust, den weiten Weg zu den Weinbergen zurückzulegen und die Ziegen an der Flussaue zu weiden. Nicht an diesem heißen Sommertag. Unbewusst legte er seine Hand auf die immer noch brennende Wange. Vater hatte ihn schon oft geschlagen, aber noch nie mitten ins Gesicht. Jetzt war das Maß voll. Das nächste Mal würde er zurückschlagen.

Andro trat wütend gegen ein Stück Totholz und kickte es weg.

 

FINSTERNIS

… herrscht über die Schwarzburg und die königliche Familie. SIE ist der eigentliche Gegner. Was sie ist, woher sie kommt … nur einer weiß es! Der Lithomorph …

 

DIE ETUNAZ

Bestialische Schergen des Königs Raimond. Erschaffen mit schwarzer Magie. Furchtbar anzuschauen. Grausam und böse, und doch sind auch sie Opfer. Wird ihnen Gerechtigkeit widerfahren?

 

FAHEELI

Das Waldmädchen. Wild und frei. Stark und schnell. Mutig, und dennoch am Rande der Verzweiflung. Sie wird beschützt vom „Waldvater“, einem geheimnisvollen, strahlenden Wesen.

 

*** Faheeli rannte seit Stunden durch den Wald. Ihr Körper schmerzte. Sie wollte es so. Alles war besser, als diese entsetzliche Angst zu fühlen. Es hatte angefangen, als Andro sie zurückließ, um in seine Dorfwelt zurückzukehren. Seitdem drehten sich ihre Gedanken um all die Waldleute, die sie als Kleinkind verloren hatte. Gemeuchelt durch Menschenhand. Andro war ein Mensch. Liebte sie ihn wirklich? Oder fühlte sie sich so stark zu ihm hingezogen, weil sie so schrecklich allein war? Müsste sie ihn nicht eigentlich hassen für das, was seine Leute ihren Leuten angetan hatten? Seit der Waldhüter in ihrem Geist das Tor zur Vergangenheit geöffnet hatte, war sie verwirrt. Bis zum letzten Farnschlaf hatte sie in den Tag hineingelebt wie ein Tier – mit sich und dem Wald zufrieden.

 

DER LEBENDE BERG

Über ihn schweige ich mich an dieser Stelle aus. Den Lithomorphen sollt ihr unbefangen kennenlernen.

 

DAS WALDVOLK

Naturliebende Hüter von Pflanzen und Tieren. Sie leben abgeschottet in Wäldern und wünschen sich nur Frieden und Freiheit, wollen keinen Kontakt zur Außenwelt haben.

 

DIVERSE NEBENROLLEN

Ja, voll das Klischee, liebe Facebookfreunde: Ein Seher, eine Prophezeiung!!! Und einiges mehr. (Ich liebe Buchklischees!) Eine Nebenrolle aus „Sternfall“ ist auch dabei. Bin gespannt, ob ihr ihn wiedererkennt, was nicht so einfach sein dürfte …

 

FAHEELI ist mein Buch-Liebling. Wegen ihr habe ich die Kristallseelen geschrieben. Ihr könnt eine Ahnung von ihrer Seele, ihrem Wesen bekommen, wenn ihr euch die beiden Musikvideos von Eivor anschaut, anhört. Die beiden sind sich unglaublich ähnlich! Eivor ist quasi die erwachsene Version von Faheeli, versetzt in eine andere Welt, eine andere Zeit. Würde die Wald-Faheeli singen, dies wäre ihre Stimme, ihr schamanischer Gesang.

Faheeli

 

 

 

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=eyyaacUPiYE

Undo your Mind (bitte Werbung überspringen, sorry)

https://www.youtube.com/watch?v=avfgNXa_lEo

Trollabundin (Mein Lieblingslied von Eivor)

 

Und dies ist der Link zur Vorgeschichte „Sternfall“:

http://amzn.to/2m3Is9V

Sternfall Cover

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt auf Facebook eine kleine Gruppe, die sich über die Kristallseelen austauscht. Wenn ihr mögt, macht einfach mit.

http://bit.ly/2mhpgkL